Sonntag, 5. April 2009

Mumbai

Ich war schon ganz gespannt auf Mumbai (früher Bombay), da es ja die Finanz- und Eventmetropole Indiens ist. Außerdem hatte ich von Mumbai wenigstens noch ein paar kleine Erinnerung von vor 20 Jahren, im Gegensatz zu Delhi. Wir sind also über Nacht von Delhi nach Mumbai mit dem Zug gefahren, und kamen gegen Mittag dort an. Nachdem wir uns dann im Hotel niedergelassen hatten, war unsere erste Station dann die Gegend, wo wir vor 20 Jahren gelebt hatten. Nachdem mir Vati noch mal per SMS mitgeteilt hatte, wie das Haus hieß, haben wir es dann auch mit ein paar kleinen Schwierigkeiten gefunden. Leider konnten wir nicht hinein in den Komplex, da auch hier Security das Anwesen sicherte, sodass wir nur von draußen auf die beiden Wolkenkratzer gucken konnten. In der 12. Etage des einen Hauses hatten wir damals ne Wohnung.

  

Danach haben wir uns dann in einem Park ganz in der Nähe ein wenig erholt von der Sonne. Später sind wir dann zum Gateway of India gefahren, um von dort aus ein bisschen durch die Straßen zu schlendern und Abendbrot zu essen.

 

 

Am nächsten Tag sind wir dann mit dem Boot vom Gateway of India zur Elephanta Island gefahren, wo es Höhlen gibt, die früher mal Tempel waren, welche in die Berge hineingebaut wurden. Es soll auch einen großen Elefanten aus Stein mal dort gegeben haben, daher der Name. Er soll jetzt aber in irgendeinem Museum stehen! Natürlich gab es auf den Treppen zu den Höhlen wieder unzählige Souvenirstände, sodass man wirklich fast den ganzen Tag dort als Tourist verbringen kann.

  

  

Als wir dann wieder in Mumbai ankamen, sind wir uns noch das Gebäude des ehemaligen DDR-Konsulats angucken gegangen. Darin befindet sich heute eine Bank und es ist auch um einige Etagen erhöht wurden.

  

Am letzten Tag für Manu und mich in Mumbai sind wir uns dann noch eine Moschee und einen Tempel angucken gegangen, bevor wir Shoppen erst in einem modernen Shoppingcenter und dann auf einem typisch indischen Markt bei uns in der Nähe des Hotels waren. Um Mitternacht fuhr unser Zug dann Richtung Varanasi ab.

  

Samstag, 4. April 2009

Reise im März

Am 24. Februar sind Mutti, Tino (Bruder), Kerstin (Tante) und Michel (Cousin) nach Indien gekommen, um hier drei Wochen Urlaub zu machen. Ihre erste Station war Delhi. Auch Christoph und Thomas – zwei Freunde von mir noch aus der Schulzeit – sind am 26. Februar nach Delhi gekommen, um einen Monat durch Indien zu reisen. Manu hatte auch ihr Praktikum in Gujarat beendet und ist am gleichen Tag in Delhi eingetroffen. Wir haben dann einige Tage zusammen in Delhi verbracht und am 1. März sind meine Familie, Manu und ich dann nach Mumbai gefahren. Dort haben wir einige Tage verbracht, bevor Manu und ich dann weiter nach Varanasi sind, während meine Familie später nach Goa abgereist ist, um die letzte Woche noch Strandurlaub zu genießen. In Varanasi haben wir dann Christoph und Thomas wieder getroffen, gemeinsam dort die Tage verbracht und sind dann zu viert weiter nach Kolkata, um dort auch wieder einige Tage zusammen zu verbringen, bevor Manu und ich dann wieder alleine weiter Richtung Darjeeling und Sikkim sind, während die andern beiden Richtung Goa und dann nach Mumbai und Jaipur sind. Nach Darjeeling und Sikkim, sind wir dann nach Nepal für zehn Tage bevor wir Ende März wieder in Delhi angekommen sind.

Soweit erstmal die grobe Route. Genaueres in den nächsten Posts.

Fußballturnier im Februar

Hallo an Alle,

jaja, ich weiß, ich habe seit 2 Monaten nix mehr hier hinein geschrieben. Es tut mir auch leid, werde es aber nun nachholen, und beginne mit dem Fußballturnier, was Ende Februar von der Uni organisiert wurde.

Zuerst sollte es nur eine JNU Mannschaft geben. Als sich dann aber herausstellte, dass zu viele Leute für das Team spielen wollten, haben wir als FSA ein eigenes Team aus ausländischen JNU-Studenten geformt. Somit gab es eine JNU Mannschaft, eine FSA-JNU Mannschaft und 6 Mannschaften aus verschiedenen Colleges der Delhi Unniversity. Gespielt wurde ein K.O.-System, d.h. bei 8 Mannschaften Viertelfinale, Halbfinale und Finale.

Unsere Mannschaft bestand aus folgenden 15 Spielern:
Torwart: Rob (USA)
Verteidigung: Khalid (Sudan), Christian (Deutschland), Montaser (Sudan), Isah (Uganda)
  Addah (Ghana)
Mittelfeld: Festas (Namibia), Sven (Deutschland), Felix (Deutschland), Oat (Thailand),
  Nemat (Iran), Ed (England)
Sturm: Munir (Syrien), Pauli (Nigeria), Joscha (Deutschland)

 

Das Viertelfinale war so was wie eine Orientierung für uns, was denn in dem Turnier gehen könnte. Daher waren wir auch sehr hoch motiviert, und wollten das Spiel unbedingt gut gestalten. Im Endeffekt haben wir souverän das Spiel 4:0 nach Hause gebracht und eigentlich kaum was anbrennen lassen.

 

Das Halbfinale war da schon etwas schwieriger. Aufgrund der schlechten Organisation von der JNU-Seite, war natürlich kein Schiedsrichter da (auch beim Viertelfinale mussten wir selber einen stellen). Diesmal war der Schiedsrichter aber richtig schlecht, und hat einfach nix gepfiffen, so hat die andere Mannschaft, nachdem wir früh 1:0 in Führung gingen, durch kleine Fouls (die nicht geahndet wurden) immer wieder unseren Spielfluss und dann auch unsere Nerven zerstört, sodass wir am Ende kein ordentliches Spiel zu Stande bekamen und eigentlich sehr italienisch die Führung verteidigt haben.

Im Finale waren wir dann wieder auf Wiedergutmachung aus, was auch sehr gut gelang. Anscheinend war die andere Mannschaft noch müde vom Vortag, wo die Halbfinals stattfanden, anders kann ich mir unseren 8:0 Sieg aus gewisser Distanz heute nicht erklären. Wir waren einfach in allen Belangen besser als unsere Gegner und hätten auch zweistellig gewinnen können. Voraussetzung dafür war auch das Schiedsrichtergespann, welches aus Leuten bestand, die normalerweise auch Profispiele in Indien pfeifen.

  

  

  

 

Somit haben wir das Turnier ohne Gegentor gewonnen und verdient unsere Goldmedaillen bekommen.

  

Dienstag, 3. Februar 2009

Internationales Food-Festival

Hallo Leute,

Entschuldigt, dass ich mich lange nicht mehr gemeldet habe.
Ich werde nun versuchen, den letzten Monat kurz zusammen zu fassen.

Im Prinzip sind die ersten zwei Wochen damit draufgegangen, sich die neuen Kurse anzugucken und dann zu entscheiden, welche man nimmt. Da ich ja dieses Semester schon ein wenig in mein eventuelles Thema der Diplomarbeit zur indischen Außenpolitik reinschnuppern will, habe ich mir gesagt, dass ich mich darauf konzentriere und versuch so viel wie möglich einschlägige Literatur dazu zu lesen. Nichtsdestotrotz werde ich einige Kurse in der Uni besuchen, die natürlich dem Thema nahe sind. Somit habe ich mir für dieses Semester „Indian Foreign Policy“, „India, Pakistan and Great Powers“ und „Introduction to Diplomacy“ ausgesucht. Leider finden die Kurse JNU-typisch nicht immer so regelmäßig statt, aber daran habe ich mich jetzt nach mehr als einem halben Jahr schon gewöhnt. Mein erstes Buch, was ich schon durch habe ist „India in the World Order. Searching for Major Power Status“. Grade lese ich das Buch „Crossing the Rubicon. The Shaping of India’s New Foreign Policy.” So viel zu meinen Uni-Aktivitäten.

Am 26.01. war Indiens Nationalfeiertag, der so genannte Republic Day (Bilder von Dekorationen auf den Stufen vor unserem Hostel).

    

Wie jedes Jahr an diesem Feiertag die JNU bzw. haben die ausländischen Studenten ein internationales Food-Festival in Zusammenarbeit mit „Students for Harmony“ organisiert, wo natürlich auch wir Deutschen dran teilgenommen haben. Seit diesem Semester sind wir auch ein paar mehr Deutsche, da 30 Leute vom Global Studies Programme (GSP) da sind, was ein Masterstudiengang ist, der ein Semester in Freiburg, dann ein Semester in Durban (Südafrika) oder Buenos Aires (Argentinien), dann ein Semester hier in Delhi, und zum Schluss wieder ein Semester in Freiburg stattfindet. Und zurzeit sind die Studenten dieses Masterprogramms bei uns in der JNU. In dieser Gruppe sind auch 8 oder 9 Deutsche. Einige davon haben dann auch bei der Vorbereitung unseres deutschen Essensstandes bei Festival mitgeholfen. Wir hatten hier bei einem Bäcker, der übrigens aus der Nähe von Chemnitz ursprünglich kommt, und der einzige richtige deutsche Bäcker hier ist, Brot, Brötchen, Laugenbretzel und Apfelstrudel bekommen. Die Brote und Brötchen haben wir dann mit Nutella, Käse, Tomaten und Gurken belegt, und außerdem noch einen großen Eimer Kartoffelsalat (schwäbischer Art mit Zwiebeln, Öl und Essig) gemacht. Alles zubereitet haben wir bei Sven (er ist gerade hier, um seine Diplomarbeit zu schreiben, dessen Thema meiner Diplomarbeit ähnelt, sodass wir uns schon ein wenig über das Gelesene und Recherchierte austauschen), der außerhalb des Campus’ wohnt und somit eine Küche zur Verfügung hat.

Natürlich haben wir beim Zubereiten auch viel genascht, und da wir für den Bäcker beim Food-Festival auch ein wenig promotet haben, hat er uns noch Zimtschnecken und Kekse mitgegeben. Im Endeffekt haben wir dann aber alles verkauft auf dem Food-Festival und es hat ein Riesenspass gemacht, sowohl das Zubereiten, als auch das Verkaufen und Essen. ;)
Das Festival war sehr gut gefüllt, es gab Speisen aus Thailand, Iran, Korea, Nepal, Bangladesh, Afghanistan, Iran, Frankreich, Deutschland, Tadschikistan, Aserbaidschan, Amerika, Palästina und Syrien, Vietnam, Indonesien und Usbekistan. Natürlich waren wir zusammen mit den Franzosen und Amerikaner eher die Exoten auf dem Festival, was das Essen anbetraf. Ich bin leider nur dazu gekommen den thailändischen Papayasalat und den afghanischen Kebab zu probieren, die beide sehr lecker waren.
Hier nun noch ein paar Bilder:

    

     

    

    

    

  

Heute war ich dann das erste Mal seit über einem halben Jahr wieder Klavier spielen. Ich bin zur Delhi School of Music gefahren und habe mal nachgefragt, ob ich spielen darf. Leider muss ich für jede Stunde bezahlen, aber da ich es so sehr vermisst habe, werde ich es tun. Es ist sogar ein alter Bechsteinflügel auf dem ich dort spielen kann. Donnerstag gehe ich wieder für zwei Stunden hin.

Am Donnerstagabend kommt Manu nach Delhi, weil sie hier im Süden von Delhi zu einem besonderen Markt möchte, der die ersten zwei Wochen im Februar nur hier sein wird. Sie wird dann das Wochenende hier bei mir in Delhi sein.

In drei Wochen kommen dann schon Mutti, Kerstin und Tino nach Delhi, sowie dann auch Manu wieder, und zwei Tage später Christoph, Thomas und wahrscheinlich Michel. Man, man, man…die Zeit vergeht schon ziemlich schnell. Mit Familie werden Manu und ich dann Anfang März nach Mumbai fahren, um dann von dort zu Zweit wieder gen Norden nach Varanasi zu fahren, um vielleicht mit Christoph und Thomas nach Kolkatta zu fahren. Von da aus werden wir weiter zu Zweit nach Darjeeling, Sikkim und später nach Nepal fahren, so der Plan.

Nun gut, ich hoffe, ihr seid jetzt wieder einigermaßen auf dem Laufenden. Ich freu mich über jeden Kommentar oder Mail von Euch und schreibe auch gerne zurück.

Macht’s gut und bis demnächst.